MHD (kontinuierlich)


Die IKA-Hochleistungs-Mischmaschine vom Typ MHD 2000 (Mischen-Homogenisieren-Dispergieren) ist eine Maschine zum Vermischen von Feststoffen (Pulver, Granulate) mit Flüssigkeiten. Sie wird vorwiegend für vollkontinuierliche Produktionsprozesse eingesetzt. Die MHD ist speziell für Applikationen geeignet, die zumindest eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt:
  • Der Prozess soll vorwiegend in einer Passage erfolgen.
  • In einer Passage sollen Feststoffkonzentrationen bis zu 80 % eingetragen werden.
  • Nach dem Mischprozess erfolgt unmittelbar eine Reaktion.
  • Die flüssige Phase ist bereits hochviskos.
  • Der Energieeintrag beim Mischprozess soll minimiert werden.
  • Der Feststoff ist granulatförmig und soll neben dem Mischprozess auch mechanisch zerkleinert werden.
  • Der Lufteintrag beim Mischprozess soll minimiert werden.
Die MHD 2000 verfügt über zwei horizontale Flüssigkeitsanschlüsse und einen vertikalen Feststoffanschluss. Die Zufuhr der flüssigen Phase über den oberen Anschluss erfolgt normalerweise durch eine Verdrängerpumpe oder aus einem druckbeaufschlagten Leitungsnetz. Die Flüssigkeit wird dazu dosiert, in einem konzentrischen Ringraum der MHD verteilt und über zahlreiche Öffnungen in die Vormischkammer eingedüst. Der Feststoff wird mittels eines Dosiergerätes (Schneckenförderer, Zellradschleuse o.ä.) vertikal von oben über ein Fallrohr in den Vormischbereich der Maschine eingetragen. Der trockene Eintrittsbereich und der nasse Vormischbereich werden über eine Zuführschnecke abgeschottet. Die flüssige und die feste Phase treffen mengenproportional in der Vormischkammer aufeinander. Nach der Passage des Vormischbereiches werden die Komponenten sofort von einem optionalen Rotor-Stator-System mit hoher Scherwirkung dispergiert, so dass bereits in einer Passage ein hochwertiges, klumpenfreies Produkt erzeugt wird. Durch den zweiten Flüssigkeitsanschluss am tiefsten Punkt des Gerätes wird das gemischte Produkt mit eigener Förderhöhe ausgetragen.

Die einzigartige Beschickungsmethode wurde zur Minimierung des Lufteintrags entwickelt, der bei nach dem Venturi-Prinzip saugenden Fest-Flüssig-Dispergiermaschinen auftreten kann.

Die Durchsatzmenge der MHD wird über die Einstellung der Dosiersysteme bestimmt. Der Energieeintrag und somit die Mischintensität wird über die Drehzahl und Wahl der Werkzeugkonfiguration beeinflusst. Für einfache Prozesse wie z.B. zur Befüllung von Tanks oder Lagerbehältern sind in der Regel volumetrische Dosiersysteme ausreichend. Bei voll kontinuierlicher Arbeitsweise mit höchsten Ansprüchen an die Genauigkeit kommen mengengeregelte Dosierpumpen für die Flüssigkeiten und Differentialdosierwaagen für die Feststoffe zum Einsatz. Damit können in der Regel Dosiergenauigkeiten bis zu 0,5 % oder besser erzielt werden.

Die Mischmaschine MHD 2000 ist in sieben unterschiedlichen Baugrößen erhältlich. Die erzielbaren Durchsätze gehen von 60 bis 40.000 l/h. Alle Baugrößen der Maschine arbeiten mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit des Rotors und bieten somit die besten Voraussetzungen für ein zuverlässiges Scale-Up.

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